Trainingszeiten:

Montags: 19:30 Uhr Donnerstags: 19:40 Uhr

Wir treffen uns auf dem Parkplatz am Duvenstedter Markt. Näheres findet Ihr hier.

Duvenstedter Markt

Stadt und Land

Am 4. und 5. September waren 3 Mitglieder des Duvenstedter Lauftreffs bei ganz unterschiedlichen Volksläufen am Start. Rüdiger und Heiko beim internationalen Airport-Race in Hamburg und Ottmar in Fischbek bei Bargteheide. Während Rüdiger und Heiko die Saison langsam ausklingen lassen und trotzdem mit 1:34:30 und 1:16:53 auf 16 KM sehr zufrieden sein können, mußte Ottmar beim Dorflauf auf 21,6 KM für 1:39:26 ganz schön kämpfen. Dafür durfte er frische Landluft atmen und nach dem Lauf die Speicher mit Äpfeln aus der Region und Schmalzbroten auffüllen. Ob das für den Marathon am 10. Oktober in Essen reicht? Ein paar Wochen zum Formaufbau hat er ja noch. 

 

YOU ARE AN IRONMAN ! 

01.08.2010 : Raceday für meinen ersten Ironman in Regensburg.

Vorab: Es war ein perfekter Tag. Zu sehen, wie sich das monatelange Training ausgezahlt hat, wie sinnvoll die Investition in das neue Triathlonrad war, wie sich die ganze Vorbereitung in einen Tag finalisierte, der besser nicht hätte laufen können. Aber der Reihe nach...

Schwimmen

Der Guggenberger See in der aufgehenden Morgensonne hatte schon was von Hawaii, auch wenn die Außentemperatur nur ca. 10 Grad anzeigte. Der See dampfte mit seinen ca. 23 Grad ruhig vor sich hin. Ich war überrascht, wie viele Zuschauer doch zum Schwimmstart "in the middel of nowhere" gekommen waren.

Die Stimmung der 2000 Athleten, die kurz vor dem Start noch einmal in sich reinhorchten   "Komme ich ohne Prügelei durch" war angespannt und konzentriert. Da ich am linken Rand mich positioniert hatte, konnte ich gut über das "Meer" aus Neoprenkörpern mit den hellgrünen Badekappen schauen. Welch ein Anblick!


Dann ging es los. Ich hatte durch die Randlage zwar einen längeren Weg aber auch einigermaßen freies Wasser. Nun galt es den eigenen Rhythmus zu finden und immer die Nebenschwimmer im Blick zu behalten. Die ersten Tonnen habe ich - wie viele andere Athleten auch - im großen Bogen umschwommen. Auf dem Rückweg zum Ziel war ich mit etlichen Schwimmern etwas vom Kurs abgekommen. Uns wurde dann von Kajakfahrern wieder die Richtung zur nächsten Boje gezeigt. Mit der Folge, dass man mit 40 - 50 Leute um das Plastikteil mehr rum driftete als schwamm. Und immer wieder den Blick hochgenommen und das Ziel und die Nebenleute gecheckt, ob mir doch noch einer in die Quere kommt. Geschafft! Die Angstdisziplin lag nun hinter mir. Schnell gewechselt, Sonnencreme aufgetragen und ab mit der Cervelo-Rakete auf die Radstrecke...

Radfahren

Das Ziel war klar. Ruhiges Anfahren und Flüssigkeit in der ersten Stunde nachbunkern. Die ersten Leute mit Raddefekten hatte ich schon kurz nach dem Verlassen der Wechselzone gesehen. Die ersten 10 - 15 Kilometer wurde eingerollt. Dann ging es in den - wie hieß es noch in der Ausschreibung? - steigungsintensiven Teil des Naturparks Bayerischer Wald. Gleichmäßiges leichtes Kurbeln auf dem kleinen Kettenblatt. Die Stimmung an der Strecke war klasse. Ich hätte nicht gedacht, dass in jedem Dorf so viele Leute zum Anfeuern stehen würden. Insbesondere in Brennberg am "Gipfel" war die Hölle los. Für so eine Premierenveranstaltung echt super. Dann noch ein paar Hügel abgearbeitet und dann mit knapp 80 Sachen die Berge wieder runter zur Donau. Wow, was für ein Gefühl wenn du weißt, das die erste Bergetappe schon hinter dir liegt. Aber trotz aller Euphorie jetzt weiter kontrolliert fahren und nicht überziehen.   Aber ich fühle mich gut und fahre locker. Nach dem Rest der erste Rad-Schleife liegt der Schnitt bei den von mir angepeilten 31, 5 KM/h. Also alles im Plan. Wieder am Guggenberger See vorbei. Immer noch gefreut, dass das Schwimmen hinter mir liegt und wieder rauf auf die Berge. Die insgesamt 1500 Höhenmeter wollen bezwungen werden.

Der zweite Teil der Bergetappe kommt mir komischerweise kürzer vor als der erste. Mittlerweile hast du immer die gleichen Mitstreiter um dich herum. Mal ziehen Sie an dir vorbei und mal du. Dann wieder die Abfahrt und die Fahrt auf gesperrten Straßen durch das Regensburger Hinterland. Am "Guggi" vorbei und immer noch gefreut, dass das Schwimmen hinter mir liegt! Die Beine sind gut. Das Tempo zieht ich noch einmal etwas an, so dass ein Schnitt am Ende des Radfahrens von 32 km/h auf dem Tacho steht. Etwas über dem Plan, aber es wird hoffentlich passen. Die letzten Kilometer noch ordentlich Isoplörre und Wasser getrunken, dann aus den Radschuhen raus und in die Wechselzone 2 gerollert. Rad in den Ständer gehängt und Beutel angereicht bekommen. Kurz in die Laufschuhe, Cap auf, Sonnencreme wieder aufgetragen und raus auf die Laufstrecke.

Laufen

Hammer, was ist das für eine Stimmung. Die Leute stehen dicht an dicht zum Beginn der Laufstrecke und in der Altstadt. Die Sonne knallt vom Himmel und das Thermometer klettert Richtung 30 Grad. Zu Beginn wie immer zu schnell angelaufen. Tempo sollte jetzt ganz gemütlich sein, um sicher zu gehen, damit ich es auch wirklich packen kann. Leichte Magenprobleme kommen nun hinzu. Liegt es an dem ganzen Iso-Kram? Lasse mir an den Verpflegungsstellen Eiswürfel in mein Trikot gleiten und kühle so den Bauch. In jeder Verpflegungsstelle nehme ich nun neben Eis und Wasser auch etwas Obst (Banane, Apfel, Orange) gehenderweise zu mir. Dann noch die Kappe ins Wasser getaucht und mit Schwämmen bewaffnet wird weiter gelaufen. Viele Athleten gehen schon. Durch die Haarbänder, die man für jede Laufrunde bekommt, hat man einen Blick, wie weit die anderen Läufer schon sind oder eben noch nicht :-) .Nun wird es allmählich beschwerlich. Glücklicherweise liegt ein Teil der Laufstrecke im Schatten, sodass nicht die ganze Zeit in der Sonne zu laufen ist. Geiles Gefühl nach 20 Kilometern zu wissen, dass nun nichts mehr schief gehen kann und man zur Not den Rest wandern könnte. Ab jetzt trinke ich Cola und laufe kontrolliert die dritte Runde. In der Mitte der vierten Runde schaue ich auf mein Garmin und denke, wenn du nun noch einmal Gas gibst, dann kannst du unter der angepeilten Zeit von 04:30 bleiben. Der Magen ist nun wieder in Ordnung und die Beine für eine kleine „Laktatdusche" noch zu haben. Die letzten 2-3 Kilometer fliege ich förmlich dem Ziel entgegen. Das Einbiegen in den Zielkanal ist großes Kino. Der Blick auf die Zieluhr läßt mich erstaunen. 11:23 lese ich da. Welch ein Wahnsinn!

Und spätestes hier weißt du, warum du die Strapazen auf dich genommen hast, warum du seit einem Jahr an fast keinem Wochenende länger als bis 05:30 Uhr geschlafen hast, damit du die langen Radeinheiten noch familienfreundlich absolvieren konntest, warum die Quälerei im Freibad in Duvenstedt   notwendig war, warum..., warum...., warum ....


 

Danke an meine so verständnisvolle Familie, an die Freunde, die Arbeitskollegen und den Leuten vom Lauftreff Duvenstedt für ihre Hilfe, ihren Zuspruch und ihre Anteilnahme während des Trainings und an dem Renntag.

Frank